Was ist passiert?
Das US-Berufungsgericht für den neunten Bezirk (Ninth Circuit Court of Appeals) entschied am Freitag, dass die Bundesstaaten Prognosemarkt-Plattformen im selben rechtlichen Rahmen regulieren können, der für Glücksspiel und Sportwetten gilt.
Warum ist das für den Markt wichtig?
Das einstimmige Urteil eines dreiköpfigen Richtergremiums bestätigte eine Entscheidung einer niedrigeren Instanz, die es den Glücksspielaufsichtsbehörden von Nevada erlaubt, Kalshi zu beaufsichtigen, einen Prognosemarkt-Betreiber, der argumentiert hatte, dass nur Bundesbehörden zuständig sein sollten.
Das Ergebnis ist ein erheblicher Rückschlag für die Prognosemarkt-Branche, die nun je nach lokalen Glücksspielgesetzen strengere Aufsicht auf Bundesstaatsebene oder sogar vollständige Verbote erleben könnte.
Für Intraday-Händler und Spekulanten bringt das Urteil neue Unsicherheit. Die Liquidität könnte sinken, wenn Plattformen den Zugang in regulierten Bundesstaaten einschränken, und die Volatilität könnte zunehmen, während sich die Marktteilnehmer an ein fragmentierteres rechtliches Umfeld anpassen.
Worauf Trader achten sollten
Der Fall dreht sich um die Frage, ob Bundesrecht die Durchsetzung durch die Bundesstaaten verdrängt. Indem das Berufungsgericht dieses Argument ablehnte, stärkt es die Position der Regulierungsbehörden der Bundesstaaten und lässt gleichzeitig Raum für weitere rechtliche Anfechtungen.