Was ist passiert?
Die US-Erzeugerpreise haben sich im Juli stärker abgekühlt als erwartet, wie aus den neuesten Daten des Erzeugerpreisindex hervorgeht. Die Jahresrate des PPI lag bei 4,7 % und damit unter der Prognose von 4,9 % und unter dem vorherigen Wert von 5,50 %.
Warum ist das für den Markt wichtig?
Im Monatsvergleich blieb der PPI unverändert und verfehlte die Erwartung eines Anstiegs um 0,2 %. Auch die Juni-Monatszahl wurde von -0,3 % auf -0,1 % nach oben revidiert, was ein etwas stärkeres, aber immer noch verhaltenes Bild der Erzeugerpreise ergibt.
Die schwächeren Großhandelsinflationsdaten haben die Marktdiskussionen über einen möglicherweise langsameren Kurs der Federal Reserve verstärkt. Eine anhaltende Abkühlung der Erzeugerpreise könnte die Sorgen über eine anhaltende Inflation lindern und die Argumente für Zinssenkungen im späteren Jahresverlauf stützen.
Für risikoreiche Anlagen, einschließlich Bitcoin und anderen Kryptowährungen, bedeuten solche Erwartungen oft eine verbesserte Liquidität und eine günstigere Risikobereitschaft. Niedrigere Kreditkosten fördern tendenziell spekulative Investitionen, obwohl die Märkte auch die Möglichkeit abwägen, dass Zinssenkungen verschoben werden könnten, falls die Inflationsdaten erneut nach oben überraschen.
Die unmittelbare Reaktion der Kryptomärkte könnte verhalten ausfallen, da der PPI im Vergleich zum CPI ein sekundäres Inflationsmaß ist. Dennoch könnten Intraday-Händler rund um die Datenveröffentlichungen eine erhöhte Volatilität sehen, da sie ihre Positionen auf der Grundlage der sich entwickelnden Erzählung zu Zinssenkungen anpassen.
Worauf Trader achten sollten
Da die Fed die Inflationsindikatoren genau beobachtet, dürften die kommenden Verbraucherpreisdaten und die Kommunikation der Fed für die kurzfristige Marktrichtung ausschlaggebender sein. Vorerst trägt der Juli-PPI zur Erzählung nachlassenden Preisdrucks bei und hält die Hoffnungen auf eine lockerere Geldpolitik am Leben.